Vorratsdatenspeicherung vom Bundestag beschlossen

Big Brother Deutschland – und alle machen mit.

Am Freitag 09.11.07 wurde vom Bundestag (366 von 524 Stimmen votierten für Ja) die verdachtslose Vorratsdatenspeicherung beschlossen. Es wird unabhängig von irgendeinem Verdacht von jedem Bundesbürger die vollständige Telefon-, Handy-, Internet- und E-Mail-Kommunikation für die Dauer von 6-Monaten gespeichert. Das bedeutet jedoch nicht, dass Inhalte von Gesprächen oder Webseiten aufgezeichnet werden, das würde auch den Rahmen des Möglichen sprengen. Trotzdem sieht es für mich so aus, als ob die Aufzeichnung des Kommunikationsverhalten die Beschreitung des Pfads zum gläsernen Bürger ist.
Was also gespeichert werden soll, ist das Wer-mit-Wem, also mit welchen Personen wann kommuniziert wird, mit wem man E-Mail-Kontakte unterhält, für welche Webseiten man sich interessiert, welche IP-Adressen man zu einem bestimmten Zeitpunkt hat. Bei Flatrates müssen zukünftig Verbindungsdaten für 6 Montate gespeichert werden, im Moment ist das noch nicht erlaubt. Bei Handytelefonaten wird zudem der Standort festgehalten! Das ist wahrlich mit Kanonen auf Spatzen geschossen und steht in keinem Verhältniss zum Nutzen. Das wäre genauso wenn sämtliche Briefumschläge aufgehoben werden müssten. Das Vorgehen verstösst gegen die Privatsphäre und informationelle Selbstbestimmung. Wird die Aufzeichnung dieser Kommunikationsdaten bei einem begründeten Verdacht durch einen Richter angeordnet, hätte ich rein gar nichts dagegen einzuwenden.
Die Vertrauchlichkeit in Anwälte, Ärtze und Journalisten wird untergraben, keine Berufsgruppe ist von der Aufzeichnung ausgeschlossen.

Zur Erfüllung ihrer gesetzlichen Aufgaben haben eine Vielzahl von Stellen Zugriff auf diese Bestandsdaten (§§ 112, 113 TKG): Gerichte, Strafverfolgungsbehörden, Polizeivollzugsbehörden für Zwecke der Gefahrenabwehr, Zollkriminalamt und Zollfahndungsämter für Zwecke eines Strafverfahrens, Zollkriminalamt zur Vorbereitung und Durchführung von Maßnahmen nach § 39 des Außenwirtschaftsgesetzes, Verfassungsschutzbehörden, Militärischer Abschirmdienst, Bundesnachrichtendienst, Notrufabfragestellen, Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, Zollverwaltung zur Schwarzarbeitsbekämpfung.

Die Vorratsdatenspeicherung ist teuer und belastet die Wirtschaft. Der benötigte Platzbedarf ist enorm, wie man sich leicht vorstellen kann. Die Internetwirtschaft rechnet mit Kosten von schätzungsweise 332,5 Millionen EURO für Investitionen in Hard- und Software. Wer die Kosten dafür trägt ist nicht geklärt.

Vielleicht überlegt Ihr auch über die Vorratsdatenspeicherung zu berichten und das Thema mit Freunden und Bekannten zu besprechen. Auf den Webseiten des Arbeitskreises Vorratsdatenspeicherung finden sich ausführliche Informationen, sowie hier eine Zusammenfassung aller bei heise.de erschienen Artikel zum Thema.
Schließt euch der Verfassungsbeschwerde beim Bundesverfassungsgericht an. Die Beschwerde soll mit ca. 7000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern die größte jemals vorgelegte Beschwerde sein.

Jahr 2037: Der Bundestag hat beschlossen die Bewegungen jedes Bundesbürgers aufzuzeichen. Unbescholtene Bürger haben nichts zu befürchten. Dies soll der Terroristenabwehr und effektiveren Verbrechensbekämpfung dienlich sein. Dazu wird jeder Bundesbürger mit einem besonderen Personalausweis ausgestattet. Dieser Ausweis hat ein speziellen sehr flachen weiterentwickelten Chip aus dem Mobilfunk integriert, der andauernd Standortdaten an eine neu eingerichtete Behörde sendet und…

Der eben ausgeführte Ausblick auf das Jahr 2037 soll zeigen was irgendwann technisch möglich sein könnte. Es wäre eine Ausdehnung der Vorratsdatenspeicherung auf das komplette Leben. Für Verbrechensbekämpfer wäre so ein kompletter Bundesbürgerbewegungsspeicher sicherlich hilfreich. Neue technische Möglichkeiten wecken auch Begehrlichkeiten bei Politikern um Verfahren zu optimieren. Irgendwann muss aber auch eine Grenze erkannt werden, technische Möglichkeiten dürfen nicht bis ins Letzte ausgereizt werden. Die Privatsphäre und informationelle Selbstbestimmung müssen Vorrang haben. Die jetzt entstehenden Gesetze haben Wirkung auf Jahre hinaus. Würde man die erhobenen Kommunikationsdaten, die ab nächstes Jahr erhoben werden sollen, in einen Topf nehmen lässt sich daraus ein komplettes Verhaltensprofil erstellen. Ein toller Datentopf auch für Wissenschaftler.

Die Chemie des Todes

Die Chemie des Todes

Unsere heutige Buchvorstellung hat zwar nichts mit “schwul” zu tun, ist aber ein ziemlich geiles, spannendes Buch, dass man(n) unbedingt gelesen haben muss. Es trägt den schönen Titel Die Chemie des Todes und ist von vorn bis hinten ein absolut spannungsgeladener Schmöcker. Es geht um einen Mann, der eigentlich eine Stelle auf dem Land annimmt um seinen ehemaligen Job, nämlich Gerichtsmediziner, hinter sich zu lassen. Doch schon findet man in einem Waldstück nahe dem kleinen, unschuldigen Dorf eine Frauenleiche. Natürlich nimmt er an den Ermittlungen teil und denkt, mit diesem Fall wäre es getan. Doch schon bald taucht die nächste Leiche auf…. Die Chemie des Todes ist sehr bildhaft und detailiert geschrieben, wird jedoch niemals langweilig. Besonders alles was mit dem Vorgang der Verwesung und des Todes zusammenhängt wird so genau beschrieben, dass es einem kalt den Rücken herabläuft. Also ein Buch für dunkle Tage an denen man sich richtig gruseln will. (Sieht fast so aus, als hätte hier der queerbooks-Halloweenkürbis seine Finger im Spiel) Und ich schwöre euch, ihr kommt nicht drauf, wer der Mörder ist, so sehr ihr es auch versucht.

Jetzt singt sie auch noch!

Jetzt singt sie auch noch!

Frau Schöneberger hat mich schon immer fasziniert. Für mich ist sie DIE Frau im deutschen Unterhaltungssektor. Ihre witzig-freche, spritzig-frische Art und ihr umwerfendes Charisma hauen mich jedesmal von Neuem vom Hocker. Jetzt singt sie auch noch! Und wie sie singt: Neben ein paar Coverversionen, denen sie mit ihrer Art neue Frische verpasst, sind auch einige extra für sie geschriebene Songs dabei. Die Songs wurden produziert von Frank Ramond und Matthias Hass, denen wir so tolle Ausnahmeerscheinungen wie Roger Cicero und Annett Louisan zu verdanken haben. Dieses Platte IST Barbara Schöneberger. Witzig, frech und manchmal auch schonungslos doppeldeutig. Sie ist Eine der Wenigen, die ihren Weg geht und immer die Fäden in der Hand behält. “Und so hat Deutschland endlich wieder die Hoffnung auf eine echte Diva von Format – wenn man die Schöneberger lässt. Ich hoffe doch sehr, denn: Ein bisschen mehr Funkeln stünde unserer trostlosen Glamour-Wüstenei fraglos ausgesprochen gut.” (Quelle: www.laut.de)

Kürbishits – Die Playlist des Monats

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Hallo! Ich bins wieder. Euer queerbooks-Halloweenkürbis. Mir wird die große Ehre zu Teil, euch heute die Playlist des Monats November zu präsentieren. Ich hab einfach mal ein paar aktuelle Lieblingssongs von mir zusammengepackt und das Ganze mit dem äußerst treffenden und einzig wahren Namen “Kürbishits” benannt. Ich hoffe euch gefällt mein Musikgeschmack genauso gut wie mir, und ich würde mich freuen wenn ihr mir ein paar Kommentare da lasst, aber bitte nur süße Kommentare, sonst gibts Saures *gg*. Hier ist sie: Die Playlist des Monats – Kürbishits:

01. Sugababes – About You Now Sugababes - About You Now - EP - About You Now

02. Plain White T’s – Hey There Delilah Plain White T's - Hey There Delilah - Single - Hey There Delilah

03. Britney Spears – Gimme More Britney Spears - Gimme More - Single - Gimme More

04. Darin – Perfect Darin - Break the News - Perfect

05. Natasha Bedingfield – Soulmate Natasha Bedingfield - N.B. - Soulmate

06. Nicole Scherzinger – Baby Love Nicole Scherzinger & will.i.am - Baby Love - EP - Baby Love

07. Marquess – You And Not Tokio Marquess - You and Not Tokio - EP - You and Not Tokio (Radio Edit)

08. Alicia Keys – No One Alicia Keys - No One - Single - No One

09. Timbaland & One Republic – Apologize Timbaland - Shock Value - Apologize (feat. One Republic)

10. Britney Spears – Piece Of Me Britney Spears - Blackout - Piece of Me

So, ich hoffe euch gefällt die neue Playlist. Viel Spaß beim Downloaden und Anhören.

Euer queerbooks-Halloweenkürbis.

Kylie is back!!!

2 Hearts

Endlich!!! Kylie Minogue hat den Krebs besiegt und meldet sich mit der Single 2 Hearts zurück. Mit dem Song betritt die süße Australierin mal wieder Neuland: Alles klingt irgendwie rockiger und funky. Ein supergeiler Song, der wieder richtig in die Abtanz-Beine geht und uns viele Clubnächte versüßen wird.
XAuch auf das Album X, das am 23.November erscheint, bin ich sehr gespannt. Einige Quellen behaupten sogar, es wäre ihr bestes Album. Ein bisschen Rock, ein bisschen Dance und ein bisschen Electronic Beats. Kylie sorgt eben immer für Überraschungen. Und ihre Musik wird aus der schwulen Szene sowieso niemals verschwinden. Kylie 4ever!!!

MTV Europe Music Award für Tokio Hotel

Room 483

Dass Tokio Hotel für den MTV Europe Music Award in der Kategorie “Inter Act” nominiert wurden, war die erste Überraschung. Dass sie zusammen mit Depeche Mode(!), Fall Out Boy(!), My Chemical Romance(!) und 30 seconds to Mars(!) nominiert waren, war die zweite Überraschung. Und gerade eben habe ich die dritte Überraschung erlebt. Ich sitze ganz gemütlich auf meinem Sofa, schaue die MTV EMAs an und wer gewinnt in der Kategorie “Inter Act”? Tokio Hotel. Eins muss man den Jungs lassen. Sie haben Erfolg und das nicht nur in Deutschland. In vielen europäischen Ländern war die englische Variante von “Durch den Monsun”, nämlich “Monsoon” auf Platz 1 der Charts, in Frankreich und Schweden zum Beispiel. Seit Nenas “99 Luftballons” sind Tokio Hotel die ersten Deutschen Musiker, die international Erfolg haben. Scheint also doch nicht nur eine Teenieband zu sein, als die sie immer noch viele deklarieren. Und ganz ehrlich: Die Musik von Tokio Hotel ist nicht schlecht. Ok, ich bin jetzt kein Fan von ihnen, aber das ein oder andere Lied der Jungs höre ich mir doch auch mal öfter als einmal an.